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Die Gruppe aserbaidschanischer Studenten
Forum Aserbaidschanischer Studenten in Europa

Unter dem Motto „FUTURE IS WHAT YOU DO NOW“ kamen ca. 100 junge Aserbaidschaner aus verschiedensten Ländern von Europa am 29. und 30. Mai 2006 zu dem I. ´Forum aserbaidschanischer Studierenden in Europa´ (FASE) zusammen, das unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments in Brüssel stattfand. Hauptziel des Forums war, junge Aserbaidschaner, die in Europa akademisch tätig sind, zusammenzuführen, um ihre Bemühungen für Förderung der europäischen Ausrichtung/Integration von Aserbaidschan zu vereinigen.

Die Idee des Forums ging aus privater Initiative einer Gruppe von aserbaidschanischen Studierenden hervor, wo aber auch einige offiziellen Gesichter zu sehen waren: Botschafter der Republik Aserbaidschan bei der EU, Herr Arif MAMEDOV, Vorsitzende der Südkaukasus-Delegation des Europäischen Parlaments, Frau Marie Anne ISLER BÉGUIN und andere.

Von allen Forum- Beteiligten wurde die Idee aufgegriffen, dass die aserbaidschanische Regierung ein flächendeckendes Stipendiumsprogramm für Weiterbildung von aserbaidschanischen Studierenden im Ausland, insbesondere in Europa ins Leben rufen soll. Dieses Vorhaben ist vor Allem angesichts baldiger Milliardeneinkünfte von aktueller Bedeutung, die durch die kürzliche Inbetriebnahme der Baku- Ceyhan Ölpipeline ins Land fließen würden.
Die überwiegende Mehrheit der Beteiligten war ferner der Ansicht, dass Aserbaidschan politisch zu Europa gehöre. Und mehr denn je brauche das Land eine Vision und Strategie, seine Integration in politische wie ökonomische Strukturen in Europa voranzutreiben. Die europäische Integration Aserbaidschan, unterstützt vom Volk, würde auch die Reformen fördern, die auf eine Gesellschaft mit Rule of Law, Demokratie, Menschenrechte und freier Markteswirtschaft abzielen.

In vier Arbeitsgruppen wurden noch eingehender die Themenbereiche wie europäische Integrationsperspektiven Aserbaidschans sowie effektive Gestaltung der Lobbyarbeit für Aserbaidschan auf europäischer Ebene besprochen. Zudem wurden den Fragen nachgegangen, wie folgenden: welche Reformen sollen in Aserbaidschan für eine europäische Perspektive dringend und/oder nachhaltig umgesetzt werden? Welche Anreize gibt es für demokratische und marktwirtschaftliche Veränderungen, insbesondere aus der EU-Seite, die Aserbaidschan neue Instrumente für die Beziehungen zu Europa verschaffen kann? Als offensichtliches Beispiel dafür zu nennen ist die auf Ersuchen des Europäischen Parlaments auf die drei Staaten des Südkaukasus ausgedehnte Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP), die v. a. einen Rahmen darstellt, in den die Maßnahmen der EU über das Partnerschafts- und Kooperationsabkommen hinaus integriert werden können.

Im Forum wurde auch darauf hingewiesen, dass für die Zukunft Aserbaidschans die Erfahrungen und Kenntnisse unerlässlich seien, die aserbaidschanische Studierende in Europa gewinnen. Diese würden die Meilensteine für eine nachhaltige Entwicklung des Landes sein. Die junge Generation des aserbaidschanischen Volkes könne bei Weiterintegration des Landes zu Europa die führende Rolle spielen. Das FASE müsse sich von daher folgende Ziele setzen, die in Zukunft auf verschiedenste Art und Weise zu verfolgen sind:

• Verbesserung des Profils von Aserbaidschan und des Aserbaidschan-Bewusstsein auf der EU-
    Ebene;
• Eröffnung neuer Gelegenheiten für die aserbaidschanische Jugend für Weiterbildung an
   europäischen Universitäten;
• Förderung des bürgergesellschaftlichen Dialogs zwischen Aserbaidschan und der EU.


© EC-B.com | 05.06.2006, Mannheim| Aser BABAJEW

   
 
 
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