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Ein Teil der Stipendiatengruppe in der KAS-Akademie |
Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS)
bringt ihre ausländischen Geförderten und deutsche Politiker zusammen
Vom 23. bis 25. November 2006 fand in Berlin das erste Jahrestreffen von Stipendiatinnen und Stipendiaten der Ausländerförderung der KAS statt. Unter dem Titel „Berliner Dialog: Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe" wollte die Stiftung den 64 eingeladenen ausländischen Stipendiaten/innen aus 26 Ländern ein Forum für Gespräche mit Politikern, Wissenschaftlern und nicht zuletzt mit ihren Repräsentanten bieten. Die Thematik war auch mit Bedacht ausgewählt, weil die eingeladenen Stipendiat/innen mehrheitlich aus Ländern mit vielschichtigen Menschenrechtsproblemen kommen.
Da unter anderem Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert und Günther Nooke, der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, ihre Beteiligung fest zugesagt hatten, konnte man vorahnen, dass es sich dabei um ein spannendes und interessantes Treffen handeln muss. Zusätzlich zu den thematisch orientierten Gesprächen waren auch ein kulturelles Programm und Zeit für das gesellige Miteinander vorgesehen.
Nach einer freundlichen Begrüßung durch Prof. Dr. Günther Rüther, Leiter der Hauptabteilung Begabtenförderung und Kultur, und Dr. Detlev Preuße, Leiter der Abteilung Ausländerförderung, hörten die eingeladenen Gäste am ersten Tag des Jahrestreffens zwei mitreißende Vorträge: einmal von G. Nooke über die deutsche Menschenrechtspolitik, zweitens von Knut Abraham aus dem Bundeskanzleramt zum Thema `Außenpolitik und Menschenrechte`. Aus den Vorträgen wurde ersichtlich, wie schwierig es ist, in einem global ausgetragenen und mit nationalen Wirtschaftsinteressen verwobenen politischen Wettbewerbskampf zwischen (Groß-)Staaten eine einhellig abgestimmte zielsichere und erfolgreiche Menschenrechtspolitik zu betreiben, was aber gerade angesichts der Tatsache, dass der politischen Menschenrechtsdurchsetzung im Vergleich mit gerichtlichen Verfahren weiterhin ein höherer Stellenwert zukommt, das Gebot der Zeit ist. Anschließend gab der Generalsekretär der KAS, Wilhelm Staudacher, den Stipendiaten/innen einen festlichen Empfang, an dem auch einige prominente Gäste aus der Politik zugegen waren.
Am zweiten Tag des Jahrestreffens wurden die Stipendiaten/innen nach einem einführenden Referat von Dr. Gerhard Wahlers, Leiter der Hauptabteilung Internationale Zusammenarbeit, in Regionalgruppen von den zuständigen Mitarbeitern dieser Abteilung über die region- und länderspezifischen Projekte bzw. über die Aktivitäten der KAS vor Ort informiert, und ihre entsprechenden Fragen beantwortet. Anschließend wurde den Stipendiaten/innen das Privileg zuteil,
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Detlev Preuße(l.), Norbert Lammert, Günther Rüther |
ein offenes „politisches“ Gespräch mit Bundestagspräsidenten Dr. Norbert Lammert zu führen, gewidmet den aktuellen Fragen in der deutschen Innen- und Außenpolitik sowie in der Weltpolitik überhaupt. Die anfängliche Aufgeregtheit und Schüchternheit der Stipendiaten/innen wichen schnell einer lebhaften Diskussion, in der das Spektrum von Fragen von der Alltagspolitik in der Großen Koalition über die Rolle der Nationalstaaten in der Globalisierung bis zum aktuellen russisch-georgischen Konflikt reichte, die Bundestagspräsident Lammert seinerseits ausführlich zu beantworten versuchte.
Am Nachmittag hielt Prof. Dr. Eckart Klein, Geschäftsführender Direktor am Menschenrechtszentrum der Universität Potsdam, einen akademisch anspruchsvollen Vortrag zum Thema Menschenrechte im Spiegel der Globalisierung“, dem auch eine sehr interessante und gewinnbringende Diskussion folgte, was nicht zuletzt daran zu erkennen war, dass diese anderthalb Stunde dauerte. Diese Tatsache zeigt wiederum, wie die Problematik des Menschenrechtsschutzes aktuell und in allen Lebensbereichen quer durch die verschiedensten Länder weit verbreitet ist.
Das Jahrestreffen hatte auch einige kulturprogrammatische Highlights zu bieten, wozu vor allem ein abendlicher Theaterbesuch und eine Stadtrundfahrt in Berlin mit einem reichlichen Programm, um dieses in allen Hinsichten große Jahrestreffen von ausländischen KAS-Stipendiaten/innen perfekt ausklingen zu lassen. Besonders beeindruckend war dabei die Besichtigung des Charlottenburg-Schlosses und der modernen Berliner Kunstgalerie.
Dieses dreitägige Jahrestreffen dürfte insgesamt für alle Beteiligten eine erst- und einmalige persönliche wie fachliche Bereicherung sein: mit Repräsentanten der deutschen Politik ins Gespräch zu kommen, viele nette junge Leute aus verschiedensten Ländern der Welt kennen zu lernen, Informationen wie persönliche Meinungen mit ihnen auszutauschen, Sachfragen von allgemeinem Interesse zu diskutieren usw.
Die Stipendiatengruppe von EC-B.com bedankt sich bei der Konrad-Adenauer-Stiftung für diese sehr gelungene Veranstaltung!
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© EC-B.com | 27.11.2006, Mannheim| Aser BABAJEW
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